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Eine Diagnose von Nährstoffmangelzuständen ist nicht immer leicht und objektiv zu stellen. Wenn Blut- und Urinuntersuchungen auffällig sind, handelt es sich bereits um manifeste Krankheitsbilder. Latente Mangelzustände sind im Labor meist nicht festzustellen.

Bei den gängigen Laboruntersuchungen werden die Werte von Vitalstoffen (z.B. Magnesium, Zink, Kalzium u.a.) im Blut (also außerhalb der Zelle) nachgewiesen. Dies gibt aber nicht zwangsläufig eine relevante Aussage über den Vitalstoffgehalt in der Zelle wieder. Untersuchungen der intrazellulären Konzentrationen sind wesentlich aufwendiger und teurer und werden daher nicht routinemäßig durchgeführt. Das wertet allerdings nicht die Blutuntersuchung als ggf. sinnvolles Diagnoseverfahren ab, sondern soll die Befundung einer solchen Diagnostik lediglich kritisch und nicht absolut betrachten.

Im Vordergrund steht die allgemeine subjektive Befindlichkeit und der Vitalitätszustand des Patienten sowie sein Lebensstil (Ernährung, Bewegung, Entspannung, innere Einstellung). Unter Anwendungsgebiete sind die gängigen Anzeichen von Vitalstoffmangel aufgeführt, die bereits vor einem positiven Laborbefund wahrnehmbar sind. Wenn Sie sich hier wiederfinden, kann es sein, dass Ihre Zellen bereits längere Zeit über zu wenig Vitalstoffe verfügen.

Darüber hinaus können Ihnen folgende Blutwerte eine realistische Risikoeinschätzung zur Entwicklung eines sog. metabolischen Syndroms (s.u.) geben:

  • Gesamt-Cholesterin und HDL (Bestimmung des Quotienten Cholesterin/HDL)
  • Triglyceride
  • Homocystein
  • Lipoprotein (a)
  • HbA1c

Das metabolische Syndrom wird als bedeutender Risikofaktor für die Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen, insbesondere der Arteriosklerose mit Folge von Herz- oder Hirninfarkt angesehen. Folgende Faktoren sind dafür charakteristisch:

  • Fettleibigkeit (Adipositas),
  • Bluthochdruck (Hypertonie),
  • erhöhte Blutfette (Hyperlipidämie) und
  • Insulinresistenz der Körperzellen (mit Folge eines Diabetes mellitus Typ II).